OPED GmbH, Valley/Oberlaindern
Nimm´s noch einmal!
Ob Papier, Bauschutt oder Pfandflaschen: Die Wiederaufbereitung von Produktenist heute längst zum Standard geworden. Bei medizintechnischen Artikeln ist dies bislang eher unüblich. Dabei gibt es gerade in dieser Branche genug Produkte, die nur über einen bestimmten Zeitraum hinweg zum Einsatz kommen und dann im Mülleimer landen – obwohl sie zumindest in Teilen noch verwertbar wären. Diesen Gedanken hatte auch die OPED GmbH aus dem bayerischen Valley.

Das Unternehmen stellt Orthesen her. Dabei handelt es sich um orthopädische Schienen, die zum Beispiel nach Sportverletzungen nur eingeschränkt funktionsfähige Körperteile unterstützen – und zwar bis zur Heilung. Bei den meisten Patienten verstauben sie danach im Keller oder auf dem Speicher. Das wollte OPED ändern: Im Rahmen einer einzelbetrieblichen Materialeffizienzberatung es Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie wurden im gesamten Produktkreislauf Einsparpotenziale für Material aufgespürt. Das Ergebnis: Eine Schiene bringt nun durchschnittlich vier Einsätze, denn die Firma leiht die Orthesen für die Dauer der Behandlung an den Patienten aus. Ist dieser geheilt, kommt seine Schiene – gratis vom Paketdienst abgeholt – zurück ins Werk, wo alle Teile darauf geprüft werden, ob sie wiederverwertet werden können. Anschließend werden sie gereinigt, zu stark verschmutzte oder abgenutzte Teile dagegen entsorgt. Insgesamt spart die Montage mit teils wieder aufbereiteten Teilen bei dem Unternehmen jährlich 72 Tonnen wertvolle Rohstoffe und verringert die Kosten um 29 Prozent. Das hilft nicht nur der Umwelt, sondern verringert auch die Kosten für OPED und auch für das Gesundheitssystem.
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OPED GmbH
Medizinpark 1
83626 Valley/Oberlaindern
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