Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Karlsruhe
Eine außergewöhnliche Verbindung
Wenn es um den Ausstoß von Kohlendioxid geht, denken die meisten Menschen wohl zuerst an Flugzeuge oder an Autos. Dabei verbrauchen wir so große Mengen Zement, dass bei seiner Herstellung drei- bis viermal mehr Kohlendioxid entsteht, als alle Flugzeuge der Welt zusammen ausstoßen. Für jede Tonne Zement, die im Beton oder Mörtel landet, entweicht insgesamt fast ebenso viel Kohlendioxid in die Luft. Zusätzlich werden enorme Mengen an Kalkstein und Gips als Rohstoffe eingesetzt. Um diese wertvollen Ressourcen sowie die Umwelt zu schonen, haben Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) einen klimafreundlichen Zementersatz entwickelt. Das bereits patentierte Produkt „Celitement“ ist in seinen Eigenschaften mit herkömmlichem Zement vergleichbar. Allerdings sieht das Bindemittel chemisch etwas anders aus – es handelt sich um einen hydraulischen Stoff. Das heißt: Erst beim Hinzufügen von Wasser entsteht der gleiche Kleber wie beim klassischen Mörtel oder Beton. „Celitement“ enthält kein Gramm Gips und nur etwa ein Drittel des für herkömmlichen Zement verbrauchten Kalksteins.
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