Document Actions

Basisinformationen

Warum ist Materialeffizienz wichtig?

Die Materialkosten stellen den größten Kostenblock dar und  bieten ein großes Einsparpotenzial. Durch einen intelligenten Umgang mit Materialien kann man vermeintlich hohe Lohnkosten relativieren. Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, sind die Einsparungen bei den Materialkosten ein guter Ansatzpunkt. Während die Arbeitsproduktivität seit 1960 um den Faktor 3,5 gesteigert werden konnte, blieb die Entwicklung der Materialproduktivität weit zurück (Faktor 2). Studien haben gezeigt, dass eine 20%ige Steigerung der Materialeffizienz bis zum Jahre 2015 realisierbar erscheint.


Grafik1

Mit der Senkung der Materialkosten geht fast immer auch eine Senkung weiterer Kosten einher, wie etwa Energie- und Entsorgungskosten. Die möglichen Einsparungen sind somit oft weitaus größer als zunächst angenommen.

Warum fördert das Bundesministerium Aktivitäten im Bereich Materialeffizienz?
In Deutschland werden jährlich Materialien im Wert von 500 Mrd. € verarbeitet. Die Steigerung der Materialeffizienz um 20% hätte mit einem Einsparpotential von 100 Mrd. € jährlich eine enorme betriebs- und volkswirtschaftliche Relevanz. Aus diesem Grund fördert die Bundesregierung die Erhöhung der Materialeffizienz in Unternehmen des produzierenden Gewerbes. Die gesamtwirtschaftlichen Wirkungen der Kostensenkung beim Materialeinsatz sind vielfältig. Gewinne, Steuern, Produktivität, Einkommen der Haushalte, Einkommen des Staates, Nachfrage und Beschäftigung beeinflussen sich gegenseitig. Obwohl eine Quantifizierung der einzelnen Effekte schwierig ist, zeigen volkswirtschaftliche Modellberechnungen, dass durch die Steigerung der Materialeffizienz die Beschäftigung zunimmt und eine Verbesserung des Finanzierungssaldos des Staates erzielt wird.

Wie kann die Materialeffizienz erhöht werden?

Um die Materialeffizienz zu steigern, gibt es drei wesentliche Ansatzpunkte: 

  • Produktkonstruktion und -dimensionierung
    (Materialauswahl, Geometrie, Verschnittoptimierung, …)
  • Produktionsprozess
    (Bearbeitungsverfahren, Prozessparameter, Verbrauchsstoffe, Reinigungs- und Aufbereitungsverfahren, Hilfsstoffe, Verwertung von Produktionsabfällen, ...)
  • Umfeld der Produktion
    (Transportprozesse, Lagerhaltung, Verpackungsmaterial, …)

Zu den Materialkosten zählen auch alle Hilfs- und Betriebsstoffe!

Wie die Steigerung der Materialeffizienz in der betrieblichen Umsetzung aussehen kann, zeigen die Praxisbeispiele aus unserer Good-Practice Datenbank und die Gewinner des Deutschen Materialeffizienzpreises.

Rohstoff- und Materialeffizienz

Materialkosten stellen im Produzierenden Gewerbe mit ca. 42,9% noch vor den Personalkosten (20,5%) den mit Abstand größten Kostenblock dar.

Mehr...

Download der FAQ

Förderung: go-effizient

Mit dem Modul Rohstoff- und Materialeffizienz werden kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) durch externe Beratung unterstützt, ihren Rohstoff- und Materialeinsatz zu verringern.

Mehr...

Qualitätsbarometer

Die Resonanz und Zufriedenheit der Unternehmerinnen und Unternehmer werden nach Abschluss der Beratungsprojekte über einen Fragebogen ermittelt.

Qualitätsbarometer

Selbstcheck

Der Materialeffizienz-Selbstcheck mit seinen 13 Fragen bietet den Unternehmen einen schnellen und zuverlässigen Einstieg in das Thema Materialeffizienz.

demea-Selbstcheck